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CLAIRES - 6 FÜR 3 AKTION

22. April 2017 | | 1 comments

Es ist ein Fluch und ein Segen zugleich. In mir schlummert ein Sammlerherz. Ich liebe Schmuck. Nach meinem Geschmack ein wenig zu sehr. Schon seit ich 14 Jahre alt bin, mochte ich das glamouröse Gefühl, welches ein kleines Accessoire geben kann. Egal, ob es Ketten, Armbänder oder Ringe waren. Alles hatte bei mir sein eigenes Fächlein. Ich dachte eigentlich, dass ich mit 22 aus dem Alter herausgewachsen bin, aber als der Chokertrend mich letztes Jahr gepackt hatte, fing ich wieder an meiner Leidenschaft nachzugehen.


Ja, wenn manche dieses Accessoire sehen, denken viele direkt an ein Hundehalsband. Aber für mich bedeutet es so viel mehr. Was mich eben am Choker reizt, ist die Tatsache, dass eine kleine minimalistische Kette ein großes Statement abgibt. Denn auf eine Art und Weise vermittelt es ein Teil meiner Selbstverwirklichung. Mittlerweile weiß ich, dass ich nicht versuche jemand bestimmtes sein zu wollen, sondern, dass die Zeit gekommen ist, in der ich mich nicht mehr verstelle und einfach so bin, wie ich wirklich bin.


Die Aktion ist noch aktuell. Man kauft 6 Dinge (ausgenommen von der Aktion sind Pusheen und Kuscheltiere) und die 3 günstigsten bekommt man geschenkt. Mitgenommen habe ich mir 2 Choker, traumhaft schöne Blattohrringe, zwei Mondarmbänder für meine Schwester und mich und eine süße roséfarbene Haarschleife. Der Ring, auf dem letzten Bild, ist von Six. Schon seit Weihnachten wollte ich mir den schon holen, aber er war immer zu teuer. Und als er dann auf 10€ reduziert wurde, musste er einfach mit 


LESBISCH, BISEXUELL ODER DOCH HETERO

21. April 2017 | | 0 comments

In letzter Zeit schaue ich mir öfters Videos über Sexualität an. Viel zu wenig denken Menschen darüber nach, wie man sich fühlen muss wegen seinen Vorlieben - seien es Tattoos oder Piercings oder sexuelle Neigungen zum Beispiel - verurteilt zu werden.

Meiner Meinung nach ist es unrelevant, was oder wen die Person liebt. Ich denke, solange der Mensch mit seiner Liebe niemanden schadet, ist es doch nicht verwerflich zu lieben oder? Ja, sicherlich denkst du direkt an die Extremfälle. Was ist mit Inzest? Was ist mit Pädophilie oder Gerontophilie (Die Liebe zu älteren Menschen, obwohl man selbst jung ist)? Aber auch in diesen Fällen bleibe ich bei meiner Meinung. Es ist nämlich so. Jeder Mensch besitzt Emotionen und Gefühle. Es sind Dinge, die man beeinflussen kann. Das bedeutet, man kann sie unterdrücken oder zulassen. Allerdings sind es Dinge, die man einfach fühlt. Du kannst es nicht verhindern. Es ist etwas, was in dir ist. Eine Art Reflex über etwas zu denken, zu spüren, zu fühlen, zu wollen. Kannst du einen Reflex kontrollieren? Nein, es ist etwas, was einfach passiert. Man reagiert auf einen Reiz. Deswegen frage ich dich. Kann ein Mensch etwas dafür, wenn er einfach etwas fühlt, was in der Gesellschaft als falsch angesehen wird? Wie zum Beispiel Kinder auf sexuelle Weise zu begehren? Eigentlich nicht oder? Nein, er kann nichts dafür. Du denkst sicherlich jetzt 'boah, befürwortet sie jetzt Pädophilie oder wie? Ist sie behindert?'. Aber nein, tue ich nicht. Ich sage nur, dass die Neigung ein unkontrollierbarer Reflex ist. Ich denke, wenn die Person die Verantwortung und die Konsequenzen kennt, was mit diesem Kind passiert, wenn es dazu kommen sollte, dann sehe ich die Person als ganz normalen Menschen an. Und ich finde das sollte jeder so tun.

Aber ich gebe es zu. Für mich fühlt es sich auch nicht normal an, wenn ich Homosexuelle in der Öffentlichkeit sehe. Es liegt nicht daran, dass ich das nicht akzeptieren würde. Ich sehe eben einfach selten Menschen mit dieser Neigung. Zudem gibt es einfach eine Grundvorstellung in der Gesellschaft, wie ein 'normales' Paar aussehen sollte. Ich finde es aber, ehrlich gesagt, traurig. Wir leben eigentlich in einer sehr liberalen Zeit. In einer Zeit, in der man Freiheit genießen könnte. Wieso kann man dann auch nicht Freiheit in seiner Sexualität ausleben? Fragen, die sich so einfach nicht klären lassen. Aber ich denke, es ist wichtig darüber nachzudenken und je älter ich werde, desto schwieriger fällt es mir wegzuschauen. Und es ist etwas, was mich selbst eben auch betrifft. Weil ich eben denke, dass jeder so lieben kann, wie er es für richtig hält. Wie würdest du dich in deren Situation fühlen, wenn du nichts dafür kannst so zu empfinden? Man sollte sich ans Herz fassen und offen für solche Dinge sein.

MY FIRST TATTOO

15. April 2017 | | 4 comments

Vor 2 Wochen habe ich es endlich getan. Ich bin jetzt tätowiert! Wie lange ich diesen Wunsch schon hege etwas eigenes auf meiner Haut zu verewigen. Ja um ehrlich zu sein, träume ich schon seit ich 16 Jahre alt bin davon. Ich hatte einfach das Gefühl, dass es ein Ausdruck meiner eigenen Persönlichkeit ist.. dass es irgendwie zu mir dazu gehört. Und jetzt fühle ich mich so, als könnte ich mich endlich selbst verwirklichen. Auf eine Weise, die es jeder sehen kann.

Für mich ist es etwas ganz besonderes - etwas, was schon seit über einem halben Jahr auf meinem Schreibtisch liegt und danach geschrien hat endlich auf meine Haut zu wollen. Angefangen hatte es im August. Ich hatte nämlich an einem Contest teilgenommen. Es ging darum seine Zeichnung abzuschicken und derjenige, der diesen Wettbewerb gewinnt, bekommt sein Motiv kostenlos tätowiert. Eine Gelegenheit, die ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Was möchte man mehr? Ein erstklassig gestochenes Tattoo für umsonst? Nunja, ich habe nicht gewonnen, aber seit diesem Tag hat es mich einfach gepackt. Ich habe das Motiv lange zwischen anderen Blättern verstauben lassen. Weil es irgendwann wieder Zeit wurde meinen Schreibtisch zu entrumpeln, habe ich es aus Zufall wiedergefunden.
Und es war Liebe. Jedes Mal aufs Neue. Wenn ich es anschaue, weiß ich, dass ich davon nicht loskomme - dass es genau das ist, was ich schon immer wollte. Dann gab es da so ein 'Walk in Day'. Eintragen, warten, gestochen werden. Schon das 3. Zeichen Gottes, dass ich es endlich machen sollte. Beim 1. Walk in Day habe ich gekniffen. Zu sehr habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie sehr es weh tun muss gestochen zu werden. Der Gedanke irgendwann im Managementbereich zu arbeiten hat mich ebenfalls dazu verleitet es nicht zu tun. Ja, ich bin ein Hosenscheißer. Ich gebe es zu, aber dann beim 3. Anlauf.. Freunde hatten sich zufälligerweise darauf verlinkt und wir sind dann gemeinsam dahin gefahren und seitdem.. ich bereue es keine Minute ♥ Auch wenn es nicht perfekt ist, bin ich überglücklich es endlich auf mir zu haben. Kein Problem, ich ziehe einfach den Rest meines Lebens langärmlige Blusen oder Blazer auf der Arbeit an.


Aber was bedeutet das Tattoo eigentlich? Im Laufe meines Lebens habe ich viel durchmachen müssen. Viele negative Dinge habe ich erlebt. Dinge, die mich völlig außer Konzept gebracht haben und aus dem Leben rissen. Dinge, die mich zur Selbstverzweiflung getrieben haben. Aber ich bin jedes Mal wieder aufgestanden, bin an den Herausforderungen gewachsen und konnte meine eigene Balance finden. Egal, was für eine Veränderung in meinem Leben noch stattfinden wird, im Innern bleibe ich mir immer treu. Ich bin ich und niemand anderes.
Das Tattoo soll mich daran erinnern den richtigen Weg zu gehen. Auch, wenn es nicht immer einfach sein wird und man viele Auseinandersetzungen erlebt, sollte man stets seine innere Ruhe finden. Manchmal muss man sich eben mal die Zeit nehmen über Dinge zu reflektieren, um die bestmögliche Lösung zu finden. Man sollte nichts überstürzen. Auch sollte man sich bewusst sein, dass jeder einen gewissen Ausgleich braucht und deswegen Pausen sehr wichtig sind. Ja, jeder braucht mal eine Pause vom Leben. Sei es durch reisen - Dinge erleben, die man zuvor noch nie gesehen hat. Sei es durch zeichnen, Musik machen oder auch einfach nur in der Natur sitzen. Es gibt so viele Möglichkeiten seinen Horizont zu erweitern. Man müsste sich eben nur mal die Zeit nehmen das Leben zu genießen und sich bewusst zu werden, wer man ist und was einen ausmacht.
 
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